Der Darm das unbekannte Universum

23.01.2018

Der Darm ist als größtes und ausgedehntestes Organ in unserem Körper nicht nur für die Verdauung, sondern auch für die Entwichklung und Funktionsweise unseres Immunsystems zuständig. Insbesondere das Immunsystem im Darm fördert durch den direkten Kontakt dieses Organs mit den aus der Nahrung stammenden Substanzen (Antigenen) die Entwicklung der Immuntoleranz. Diese ist für die Aufrechterhaltung einer guten Gesundheit essentiell.

Die Darmbarriere setzt sich auch einer Zellschicht zusammen, die direkt an den Darminhalt grenzt und in der sich zahlreiche immunkompetente Zellen befinden, welche Antigene einfangen und eine Immunantwort veranlassen können.

Die von diesen Strukturen aufgenommenen Informationen werden von den lokalen weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) und jenen in den Lymphknoten gespeichert und verarbeitet damit eine Immunreaktion stattfinden kann. Diese Immunreaktion kann somit auch in anderen Schleimhäuten, nicht nur im Darm , sondern auch z.B in den Bronchien, stattfinden.

Eine geschädigte Darmbarriere begünstigt, dass Antigene aus der Nahrung sowie potentiell schädigende Mikroorganismen aus dem Darminneren ins Gewebe gelangen und dort Immunreaktionen auslösen können.

Ist dies der Fall, spricht man von einem „Leaky Gut Syndrom“ – dem durchlässigen Darm.

Eine weitere wichtige Komponente im Verdauungstrakt, welche die Immunfunktion steuert ist das Mikrobiom im Darm.
Dabei handelt es sich um ein Ökosystem von Darmbakterien, welches sich sowohl aus guten Darmbakterien als auch aus solchen, die Krankheiten auslösen können, zusammensetzt und sehr stark von den Ernährungsgewohnheiten, Medikamenteneinnahmen etc. abhängt.
Damit der Mensch gesund bleibt, muss dieses Gleichgewicht stimmen.

Diese Darmbakterien fördern die Aufnahme von Nährstoffen ins Blut, indem sie den Transport durch die Darmzellen beschleunigen und den Fett- und Gallensäure-Stoffwechsel optimieren. Zudem bauen Dickdarmbakterien einen Teil der Ballaststoffe, die der Mensch sonst nicht verwerten könnte, zu kurzkettigen Fettsäuren wie Buttersäure ab – rund 30 Prozent der Stoffwechselprodukte im Blut sind mikrobieller Herkunft. Bakterien helfen obendrein bei der Entwicklung des Immunsystems und sie machen Giftstoffe und Krankheitserreger unschädlich. Dafür bietet der Mensch ihnen einen angenehmen Wohnort in einem wohltemperierten Milieu mit normalerweise ausreichend Nahrung – eine perfekte Symbiose.

Ein Ungleichgewicht in diesem empfindlichen Ökosystem kann die Ursache von vielen entzündlichen und chronischen Erkrankungen wie z.B

  • Reizdarm,
  • Müdigkeit,
  • Erschöpfung,
  • chronischen Infekten oder
  • chronischen Hauterkrankungen sein.

Leidet man unter Beschwerden wie

  • Blähungen,
  • Durchfall,
  • Müdigkeit,
  • Kopfschmerzen oder
  • Nahrungsmittelunverträglichkeiten,

dann könnte die Ursache im Darm liegen!

Was kann ich tun?

Nach eingehender Anamnese wird mithilfe eines einfachen Stuhltests, welcher in ein Speziallabor geschickt wird, die genaue Zusammensetzung des Darmmilieus analysiert. So kann das Vorliegen eines sogenannten „Leaky Gut Syndroms“ erkannt werden.
Wenn das Ergebnis einer Stuhlanalyse, z.B. auf Flora, Pilze, Hefen, ph-Wert, Verdauungsrückstände usw. vorliegt, kann ein individueller Plan zur Darmsanierung erstellt werden. Ganz wichtig ist die Mitarbeit des Patienten bei der Ernährungsumstellung bzw. anpassung.

www.praeventivpraxis.at

 

 

Dr. Silvia Engl
Ärztin für Allgemeinmedizin, Akupuntkur, Ganzheitsmedizin

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